Coronakrise meistern: Immunkräfte stärken

Group of five happy friends is running and jumping in sunset light on background of mountains. Happiness and friendship concept (Bild: stock / Getty Images Plus / molchanovdmitry)

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist eine noch nie dagewesene Situation, in der wir uns befinden. Jeden Tag entstehen neue Herausforderungen für unseren Alltag, der keiner mehr ist, und für jeden einzelnen von uns bringt dieses unsichtbare Virus Gefahren mit sich. Der eine sorgt sich um seinen Lebensunterhalt, weil kein Fahrgast mehr in sein Taxi einsteigt, der andere hat eine schwere Grunderkrankung, mit der er eine Infektion vielleicht nicht überleben würde. Was können wir also tun? Von der Bundesregierung und vom Robert-Koch-Institut sowie von den Gesundheitsämtern gibt es ganz klare Vorgaben, wie wir uns verhalten müssen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen. Es geht hier um die Sicherstellung der medizinischen Versorgung für uns alle.

Hier nochmals die wichtigsten Grundregeln für uns alle: 

  • Verzichten Sie auf Händeschütteln
  • Schränken Sie soziale Kontakte auf das Nötigste ein und bleiben Sie am besten zu Hause
  • Achten Sie auf die Hygiene, indem Sie sich die Hände waschen und gegebenenfalls desinfizieren. Husten und niesen Sie in Ihre Armbeuge
  • Wenn Sie sich krank fühlen, sollten Sie nicht in die Arbeit gehen und alle Termine erst einmal verschieben. Rufen Sie Ihren Arzt an
  • Eine Hotline vom Bundesministerium für Gesundheit bietet ebenfalls Unterstützung: 00 800/0 11 77 22 (unabhängige Patientenberatung)

Bislang gab es leider keine Empfehlungen seitens der Regierung oder der Gesundheitsämter, wie sich jeder einzelne von uns gegen dieses Virus wappnen könnte, sollte es ihn persönlich treffen, außer der angesagten Quarantäne. Für diesen Fall können Sie selbst aber durchaus etwas tun.

Stärken Sie Ihr Immunsystem

Das Immunsystem ist ein komplexes System, das von vielen Seiten geschwächt werden kann. Zu wenig Schlaf kann da schon fatale Folgen haben. Daher ist ausreichend Schlaf jetzt besonders wichtig.

Auch wenn wir jeden Tag neue erschreckende Nachrichten hören, versuchen Sie, ruhig zu bleiben, denn die Angst schwächt unser Immunsystem. Machen Sie ab und zu auch mal eine Nachrichten-Pause, lesen Sie ein schönes Buch oder machen Sie einen Spaziergang. Zwischendurch braucht der Kopf auch mal andere Gedanken, damit die Angst nicht überhandnimmt. Auch Meditieren oder Sport treiben ist eine gute Option. Unsere Ernährung sollte jetzt sehr vitaminreich und ausgewogen sein. Es gibt viele Nahrungsmittel und Heilpflanzen, die das Immunsystem stärken können. Da sind zum Beispiel Blaubeeren mit ihren Polyphenolen, Zitronen und Orangen mit Vitamin C, aber auch Rote Beete und Meerrettich. Zwiebeln, Knoblauch und Bärlauch haben eine stark antivirale Wirkung durch ihre Senfölglycoside. Das kann man auf jeden Fall schon mal tun. 
In diesen Zeiten kann man sich auch überlegen, ob man einen Mikronährstoffmangel eventuell mit passenden Fertigpräparaten behebt und dadurch sein Immunsystem stärkt. An erster Stelle steht hier natürlich das Vitamin C. Und hier heißt es „nicht kleckern, sondern klotzen“. Sie sollten mindestens 1000 mg täglich einnehmen. Es sichert grundlegende Abläufe in der Zelle und sorgt als starkes Antioxidans für eine gut funktionierende Abwehr. Das Vitamin D ist ebenfalls an den komplexen Vorgängen der Immunabwehr beteiligt. So aktiviert es unter anderem die Aktivität unserer Killerzellen, der T-Lymphozyten. Andere Immunzellen werden zum Beispiel durch Beta-Glucane aktiviert. Die kommen besonders reichlich in Hafer, Gerste und Pilzen vor. Entsprechende Präparate gibt es in jeder Apotheke zu kaufen. Zusätzlich benötigt der Körper Zink, Selen, Magnesium, Eisen, Folsäure und die B-Vitamine. All diese Mikronährstoffe unterstützen unser komplexes Immunsystem. Natürlich können wir diese Stoffe alle mit unserer Nahrung aufnehmen, sofern wir uns entsprechend ernähren. Andernfalls hilft uns auch eine Beratung beim Heilpraktiker, beim Arzt oder in der Apotheke, um uns entsprechend zu versorgen. Ernährungsberater verfügen ebenfalls über ein entsprechendes Wissen.

Heilpflanze Sanddorn
Sanddorn ist reich an Vitamin C und unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte

Die Abwehr im Darm stärken

Eine weitere wichtige Säule in unserer Abwehr ist unser Mikrobiom. Die Bakterien im Darm entscheiden über unseren Gesundheitszustand. Daher ist es nicht verkehrt, hier ein paar probiotische Bakterien zuzuführen. Eine Möglichkeit ist fermentiertes Gemüse, Brottrunk oder auch Joghurt mit entsprechenden Kulturen. Damit sich die Bakterien in unserem Darm dann auch wohlfühlen, braucht es noch Ballaststoffe in Form von reichlich Gemüse, Haferkleie oder Topinambur. Reicht die Ernährung hier nicht aus, gibt es sehr hilfreiche Arzneimittel aus der Apotheke, die entsprechende Bakterien wie Laktobazillen und Bifidobakterien enthalten. Vergessen wir nicht die Naturheilkunde mit ihren Heilpflanzen! Sie bietet wahre Schätze, um die Verdauungskraft zu stärken und das Mikrobiom zu pflegen. Viele dieser Heilpflanzen kennen Sie bereits aus dem Gewürzschrank und fast jeder hat sie daheim: Kümmel, Fenchel, Anis, Kamille, Beifuß und Majoran. Diese Pflanzen wirken alle verdauungsfördernd, blähungswidrig, pilzfeindlich und antimikrobiell. Auch Kurkuma, die Gelbwurz, ist eine gute Option mit ihren darmpflegenden und Gallefluss fördernden Eigenschaften. Auf jeden Fall sollte man den Darm nicht außer Acht lassen, wenn man sein Immunsystem grundlegend stärken will. Es hilft in jedem Fall, einen möglichen Krankheitsverlauf abzumildern.

Heilpflanzen versorgen uns mit gesunden Inhaltsstoffen

Hilfe durch alte Hausmittel

Wird man dennoch leicht oder mäßig krank, bieten alte Hausmittel viele Möglichkeiten, die Krankheit abzukürzen bzw. schonender zu gestalten. Ein ansteigendes Wärmebad mit anschließender Schwitzkur im Bett hat schon oft Wunder gewirkt. 
So ein ansteigendes Bad hat sich als unterstützende Maßnahme generell bei Infekten bewährt. Bei Fieber oder labilem Kreislauf sollte man allerdings darauf verzichten. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Schwangeren und bei kleinen Kindern sollte man von so einem Bad absehen. Man beginnt mit einer Wassertemperatur, die der Körpertemperatur entspricht. Also etwa 37 Grad Celsius. Alle 2–3 Minuten geben Sie etwas heißes Wasser dazu, bis die Wassertemperatur – je nach Verträglichkeit – etwa 40 Grad erreicht hat. So ein ansteigendes Vollbad sollte etwa 15–20 Minuten dauern. Danach kühl, aber nicht kalt abbrausen, damit sich die Poren schließen und sofort mit einer Wärmflasche gut zugedeckt für mindestens eine Stunde ins Bett legen und ruhen. Achten Sie darauf, dass auch der Kopf in ein Handtuch eingewickelt ist. 

Zum Schwitzen hat sich ein Tee aus Lindenblüten oder Holunderblüten bewährt. Nach dem Schwitzen darf es dann eine heiße Zitrone mit Honig sein. Mit antiviral wirkenden Heilpflanzen aus der Naturheilkunde wie der Schwalbenwurz oder dem Wasserdost lässt sich der Verlauf auch oft lindern. Diese Pflanzen werden üblicherweise in homöopathischen Komplexmitteln verarbeitet und sind als Fertigpräparate in den Apotheken erhältlich. 

Später wenn die Krankheit im Abheilen ist, kann man sich mit Stärkungsmitteln wieder auf die Beine helfen. In der russischen Heilkunde hat man da schon immer auf die Taigawurzel vertraut. Doch auch die Knochenbrühe oder die Hühnersuppe, wie sie unsere Großmutter schon kochte, hat segensreiche Eigenschaften. 

So gäbe es aus jeder Fachrichtung der Naturheilkunde noch viel mehr Möglichkeiten, eine Krankheit zu verhindern, den Krankheitsverlauf zu lindern und damit gleichzeitig auch die Kliniken zu entlasten, die für die Notfallpatienten immer ein Bett bereit haben müssen. 

geschrieben von
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