Nerven bewahren – mit Pflanzenkraft

Unter Stress kann die Schlafbeere helfen
Unter Stress kann die Schlafbeere helfen (Bild: Von Vinayaraj - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org)

Das Neue Jahr hat angefangen, aber vieles ist beim Alten geblieben: Unsicherheit und zu viele schlechte Nachrichten zehren an den Nerven und können den Schlaf rauben. Vielleicht hilft ja dieser Pflanzentipp

Ashwangandha – die Schlafbeere

Ashwagandha, Withania somnifera aus der Familie der Nachtschattengewächse, hat viele Namen: Winterkirsche, Schlafbeere oder indischer Ginseng. Die Heilanwendung der Pflanze kommt ursprünglich aus dem Ayurveda. Sie gehört zu den sogenannten adaptogenen Pflanzen. Dort, wo sie wachsen, sind adaptogene Pflanzen Stress ausgesetzt in Form von Klima, Wetter, Trockenheit oder Fressfeinden. Die Stoffe, die sie gegen diese Widrigkeiten entwickeln, können wir uns zunutze machen. Auf eine bestimmte Krankheit sind sie nicht spezialisiert. Adaptogene führen den Körper in eine Balance und halten ihn im organischen Gleichgewicht (Homöostase). Sie erhöhen die Anpassungsfähigkeit an wechselnde Gegebenheiten im Leben.

Ashwagandha die Schlafbeere
Ashwagandha die Schlafbeere

Gegen den Stress

Indem sie das endokrine System sowie das Immun- und das Nervensystem stabilisiert, wirkt die Ashwagandha bereits in der Alarmphase und hilft dem Körper, Stress und einen Erschöpfungszustand zu vermeiden. Eine große Vielfalt bioaktiver Stoffe bildet Synergien und hat positive Effekte auf Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit, Stimmung und mentale Leistungsfähigkeit.

Ihre Wirksamkeit verdankt die Schlafbeere den in den Wurzeln enthaltenen Withanoliden und Withaferinen, die Entzündungen unterdrücken können. Zudem stimulieren oder bremsen sie das Immunsystem. Das Alkaloid Somniferin ist für die beruhigende und schlaffördernde Wirkung der Heilpflanze verantwortlich. Und die enthaltenen Saponine schützen vor Pilzen. Insbesondere bei Stress zeigt sich die dämpfende Wirkung der Schlafbeere, da sie die Nebennieren herunterregelt, die dann eine geringere Menge des Stresshormons Cortisol ausschütten.

Auch für das sogenannte „Emotionale Essen“ scheint sich aus der aktuellen Studienlage ein positives Ergebnis abzuleiten: Nach acht Wochen Ashwagandha-Kur hat- ten sich vor allem Heißhungerattacken bei sämtlichen Teilnehmern reduziert.

Einnahme und Dosierung

Für die Wurzel der Schlafbeere liegt eine Positivmonographie der WHO für die arzneiliche Nutzung vor. Als Dosierung werden drei bis sechs Gramm, bei Stress auch zweimal täglich 250 mg der getrockneten und gemahlenen Wurzel angegeben (enthalten beispielsweise in einer Kapsel Ashwagandha 5000 BIO). Da Ashwagandha den Magen nicht belastet, kann es jederzeit eingenommen werden, am besten 60 Minuten vor einer Mahlzeit oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit. Ob morgens oder abends, hängt auch vom Anwendungszweck ab. Für einen guten Schlaf sollte man das Pulver etwa 45 Minuten vor dem Zubettgehen einnehmen.

geschrieben von
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