Rückenprobleme – was tun?

Heutzutage leiden viele Menschen an Nacken- und Rückenschmerzen (Bild: Pixabay)

Über 60 % der in Deutschland lebenden Menschen haben in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal Rückenschmerzen gehabt. Und über 45 % hatten im gleichen Zeitraum Nackenschmerzen.

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit und auch eine Zivilisationskrankheit. Die meisten von uns bewegen sich zu wenig und – oft arbeitsbedingt – zu einseitig. Zudem verbringen wir viele Stunden sitzend. Das moderne Arbeitsleben bringt aufgrund der wachsenden Digitalisierung kontinuierlich verdichtete Arbeitsprozesse und damit einhergehend steigende Anforderungen mit sich. In der Folge kann es zu Stress, Anspannung und Ängsten kommen, was mit der Zeit ebenfalls zu Rücken- und Nackenschmerzen führen kann.

Viele Therapiemöglichkeiten

Heutzutage gibt es bei Rückenproblemen viele hilfreiche Möglichkeiten – geeignete Therapien, Rückenschule und unterstützende Maßnahmen. Dazu gehört auch die Alexander-Technik. Diese sanfte und ganzheitliche Methode hilft uns, unbewusste, ungünstige Bewegungsmuster und Haltungen zu erkennen und auf nachhaltige Weise zu lernen, uns leichter und ressourcenschonender zu bewegen. Ein Zuviel an Muskelspannung bemerken wir beispielsweise erst, wenn wir sie loslassen.

Meist sind wir sehr damit beschäftigt, was zu tun ist. Darüber, wie wir das tun, machen wir uns jedoch kaum Gedanken. Dabei stehen auch unsere Gewohnheiten, Bewegungsmuster sowie unsere inneren und äußeren Haltungen häufig Wachstum und Veränderung im Wege oder verlangsamen diese zumindest. Ein spanisches Sprichwort besagt: „Gewohnheiten beginnen wie Spinnennetze und enden wie Eisenstangen.“ Alexanders Genie bestand darin, einen Weg zu finden, wie man dem Gefängnis der Gewohnheiten entkommen kann.

In unserer aktuellen Ausgabe erfahren Sie mehr darüber, wie Alexander-Technik uns heute helfen kann.

In der NaturApotheke 01/22  geht es um die Methode selbst und in der Ausgabe 05/21 lesen Sie, wie sich die Alexander-Technik entwickelt hat.

Übung zum Innehalten

Innehalten erfrischt und stärkt unsere Wahrnehmung

Da viele Bewegungen unbewusst sind, können wir sie nicht so leicht ändern. Ein erster Schritt auf diesem Weg ist daher zu lernen, bewusst innezuhalten.

Gehen Sie einfach ein paar Schritte und lassen Sie den Atem dabei fließen. Dann bleiben Sie stehen. Machen Sie nun einen Schritt zur Seite und bleiben Sie für einen Moment stehen. Nehmen Sie die Veränderung wahr. Dann gehen Sie in der ursprünglichen Richtung weiter. Wiederholen Sie diese Übung öfter im Alltag. Auch mal zur anderen Seite oder nach hinten. So beginnen Sie, Ihre Wahrnehmung zu schulen und es entsteht mehr (Frei-)Raum für neue Möglichkeiten.

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