Nachhaltige Trinkhalme für ungetrübtes Trinkvergnügen

Top: Trinkhalme aus Glas
Top: Trinkhalme aus Glas (Bild: HALM)

Einmalstrohhalme aus Plastik verursachen Massen an Müll und schaden unserer Umwelt. Daher gibt es viele Alternativen. Doch nicht jede ist auch wirklich empfehlenswert. Wir haben ausprobiert, was uns für Sommergetränke am besten gefällt

Trinkhalme aus Glas

Die Trinkhalm-Variante aus Glas ist am geschmacksneutralsten. Die Halme liegen gut in der Hand und fühlen sich angenehm im Mund an. Es gibt sie in gebogener oder gerader Form. Man kann sie mit einer Bürste oder auch in der Spülmaschine reinigen und sieht mit einem Blick, ob sie sauber sind. Wenn man vorsichtig mit ihnen umgeht, halten sie ewig, denn die Halme sind bruchsicher, aber nicht unzerstörbar. Sollte ein Trinkhalm brechen, lässt er sich über den Glasmüll recyceln.
Fazit: Durchsichtig, geschmacksneutral und gut zu reinigen sind die Halme aus Glas unsere erste Wahl
Wir haben unsere Glasstrohalme bei halm.co gefunden

Trinkhalme aus Edelstahl

Strohhalme aus Edelstahl sind die langlebigste Variante. Es gibt sie in gebogener und gerader Form. Sie sind bruchsicher und bleiben uns, sofern sie nicht verloren gehen, ein Leben lang. Zur Reinigung können die Halme einfach in die Spülmaschine. Da sie nicht durchsichtig sind, kann man jedoch nicht richtig erkennen, ob sie wirklich sauber sind. Unser Tipp: Mit einer kleinen Reinigungsbürste nachhelfen – einige Hersteller packen ihren Halmen gleich eine solche mit ein.
Fazit: Langlebig, geschmacksneutral und Spülmaschinenfest sind die Halme eine gute Wahl. Uns sind allerdings durchsichtige Trinkhalme lieber

Trinkhalme aus Edelstahl halten ewig
Trinkhalme aus Edelstahl halten ewig

Wir haben unsere Edelstahlstrohalme bei Gefu gefunden

Trinkhalme aus Naturstroh

Auch wenn viele das vergessen: Der ursprüngliche Strohhalm war tatsächlich aus Stroh. Wie schön, dass es noch heute Halme aus diesem natürlichen Material gibt! Stroh lässt sich gut kompostieren. Leider sind die Halme sehr dünn, sodass sie bei dickflüssigeren Getränken oder Smoothies verstopfen. Für alle anderen Kalt- und Warmgetränke leisten sie aber gute Dienste.
Fazit: 100 Prozent Natur, kompostierbar und fast geschmacksneutral sind die Naturstrohalme für kalte Tees und Wasser gut geeignet. Ideal für Sommerfeste und Grillende
Wir haben unsere Natur-Strohhalme bei Bio-Strohhalme.com gefunden. Tipp: Hier gibt es auch Halme aus anderen Naturmaterialien wie Gras oder Zuckerrohr

Essbare Trinkhalme

Wer nicht nur etwas zu trinken, sondern auch zu knabbern möchte, kann zu essbaren Strohhalmen greifen. Zum Beispiel zum „Superhalm“ von Wisefood. Er besteht aus Getreide und Apfelfruchtfasern, soll etwa eine Stunde in kalten Getränken stabil bleiben und kann nach dem Trinken direkt aufgegessen werden. Man muss ihn allerdings nicht unbedingt verspeisen – der Halm ist natürlich auch biologisch abbaubar.
Fazit: Als Gag für eine Veranstaltung sind die essbaren Halme eine witzige Idee. Vor allem bei Kindern erzielt man mit ihnen großen Erfolg. Für den Alltag ziehen wir langlebige Varianten vor

Essbare Trinkhalme - nachhaltiger Partyspass
Essbare Trinkhalme – nachhaltiger Partyspass

Wir haben unsere essbaren Trinkhalme gefunden bei Wisefood

Trinkhalme aus Bambus

Bambus wächst sehr schnell. Manche Arten erreichen bereits nach vier bis sechs Wochen ihre endgültige Höhe. Strohhalme aus diesem Naturmaterial können je nach Gebrauch zahlreiche Male verwendet werden. Durch die poröse Oberfläche ziehen jedoch Flüssigkeiten leichter ins Holz ein und es kann zu Verfärbungen kommen. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Trinkhalme wirklich zu 100 Prozent aus Bambus sind – idealerweise auch biologisch-nachhaltigem Anbau.

Achtung vor Schadstoffen im Bambus-Geschirr

Geschirr und Coffee-to-go-Becher aus Bambus sind sehr beliebt – doch Vorsicht: Wie das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart bei einem Test feststellte, sind viele der angebotenen Produkte nicht zu 100 Prozent aus Bambus und gesundheitlich bedenklich. 35 als Bambusgeschirr beworbene Produkte wurden geprüft und kein einziges hätte als solches verkauft werden dürfen. Etwa ein Drittel der Produkte gab gefährliche Bindemittel wie Melamin und Formaldehyd an die Lebensmittel ab. Der Grund: Für die Produktion wird kaum Bambus verwendet, sondern Kunststoffe wie zum Beispiel Melaminharz. Bambusholzpulver und Maisstärke dienen bloß als Füllstoffe. Melaminharz gilt zwar bis zu einer Temperatur von etwa 70 Grad Celsius als stabil, gibt bei Hitze aber Formaldehyd und Melamin an die Lebensmittel ab. Formaldehyd wird als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft, Melamin kann zu Nierenschäden führen. Für heiße Lebensmittel und Heißgetränke sollte man also besser zu Produkten aus Edelstahl, Glas oder Porzellan greifen.
Fazit: Als einzige mehrfach verwendbare Alternative sind uns echte Natur-Bambushalme eigentlich sympathisch. Durch die Verfärbung – etwa von sommerlichem Eistee – sehen die Halme mit der Zeit etwas schmuddelig aus. Schade
Wir haben Bambusstrohhalme aus 100 Prozent Bambus gefunden bei Gopandoo.de

geschrieben von
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