Letzte Sonnentage im Garten und Tomaten im Überfluss

Tomaten in Hülle und Fülle
Tomaten in Hülle und Fülle (Bild: Unsplash.com)

Die hungrigen und durstigen Tomaten danken unsere regelmäßige Wassergabe und Pflege mit schönem Ertrag bis in den Herbst. Wenn es dann Frost gibt, müssen die letzten Früchte schnell geerntet werden – egal ob am Balkon oder im Garten. Mit unseren Tipps können Sie alle Tomaten verwerten – auch die grünen.

Noch trösten wir uns mit warmen Sonnenstunden, aber nicht mehr lange, dann kommt Bewegung in die Atmosphäre, die ersten Herbstwinde blasen kühlere Luft herbei und das Laub färbt sich bunt und fällt. Höchste Zeit, das Gemüse, unsere Früchte der Arbeit, einzuholen und zu sichern. Zuerst die kälteempfindlichen, oberirdischen Gemüse und anschließend die robusteren Rüben und Wurzelgemüse. Bei trockenem Herbstwetter sammeln wir vielleicht noch Samen für die nächste Gartensaison. Hier eignen sich Blumen wie Ringel-, Sonnenblumen- oder Tagetessamen und Gemüse wie Bohnen, Paprika oder Tomatensamen.

Herbstzeit im Garten heißt ernten und aufräumen
Herbstzeit im Garten heißt ernten und aufräumen

Gartenarbeiten im Herbst

Bevor es draußen ungemütlich kalt und nass wird, verstauen wir Töpfe, Terrassenmöbel, fragile Dekostücke sowie Geräte und bereiten den Garten auf die Vegetationsruhe vor. Ehe der erste Frost Ruhesignale aussendet, benötigen kälteempfindliche Pflanzen im Topf, wie Rosmarin, Olivenbaum oder Ananassalbei ein schützendes frostfreies Winterquartier. Fallendes Laub dient für viele Pflanzen und die Bodenlebewesen als wärmende Decke und das Zusammenfegen der Blätter ermuntert uns zur Bewegung an der frischen Luft. Wer Wurzeln etwa von Meerrettich, Alant oder Löwenzahn braucht, gräbt sie jetzt aus, lagert sie ein oder trocknet sie. Doch zunächst läuft der Garten, vor allem im Gemüsebeet, noch einmal zur Hochform auf. Jetzt heißt es pflücken, abschneiden und ernten. Beschert uns der Garten mehr Gemüse und Obst, als wir auf einmal verbrauchen können, lagern wir unsere Reichtümer ein, verarbeiten sie, und wer mag, verschenkt die schönen Ergebnisse dann an Freunde und Verwandte.

Köstlich und gesund: reife Tomaten

Fruchtig und süß schmecken die Tomaten und gleichzeitig beschenken sie uns mit vielen Vitaminen und wertvollen Mineralstoffen, die unser gesamtes Immunsystem stärken. Die ihnen zusätzlich innewohnenden Polyphenole wirken zellschützend und binden freie Radikale. Das enthaltene Lycopin (ein Carotinoid) soll die Haut gegen UV-Strahlung schützen und damit das Hautkrebsrisiko vermindern. Dabei ist es wünschenswert, reife Tomaten zu essen und grüne Stellen wegzuschneiden. Unreife grüne Tomaten enthalten Solanin, ein Alkaloid, das beim Verzehr Vergiftungserscheinungen hervorruft.

Tomaten einkochen und aufbewahren

Um die Früchte vor dem häufig aufkommenden Pilzbefall zu sichern, hilft es, sie vor den ersten kalten Nächten und der feuchten Witterung einzuholen. Bei reichlich reifen Tomaten können diese relativ einfach gekocht im Glas konserviert werden. Dazu reife, makellose Tomaten kochen, pürieren, nochmals wenige Minuten aufkochen, nach Vorliebe mit Kräutern verfeinern und in unterschiedlich große Schraubgläser abfüllen.

Sonnenverwöhnte Tomaten auf Vorrat: köstlich
Sonnenverwöhnte Tomaten auf Vorrat: köstlich

Hildegards Lieblingsrezept für sonnenverwöhnte Tomaten im Glas und für selbst gemachten Brühpulver lesen Sie in NaturApotheke 5/2021

Was tun mit unreifen grünen Tomaten? 

Legen Sie die makellosen und gesund ausse- henden Früchte bei Raumtemperatur einlagig in Obstkistchen oder Kartons und stapeln Sie diese platzsparend übereinander. Die Tomaten verströmen das Reifegas Ethylen und werden nach und nach rot. Entnehmen Sie regelmäßig reife Früchte und entsorgen Sie verdorbene. So essen wir in guten Jahren an Weihnachten die letzten frischen Tomaten. Unreife grüne Tomaten enthalten das giftige Solanin und sind für den Verzehr nicht zu empfehlen. Ausnahme wären besondere Sorten wie etwa die Green Zebra, die grün mit gelblichem Schimmer reifen und deshalb essbar sind.

NaturApotheke 5/2021
NaturApotheke 5/2021

Wie Sie Samen für das nächste Gartenjahr sammeln, Samenschusser selber machen können und was beim Wurzelgraben zu beachten ist, lesen Sie in unserer Gartenserie in NaturApotheke 5/2021. Doch nicht nur Tomaten, auch Feige, Kürbis oder wärmende Tees für dunkle Herbsttage sind Themen unserer Herbstausgabe.

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