Frischekur mit Rhabarber

Rhabarber erst im zweiten Jahr zu ernten, schont die Pflanze. (Bild: Pixabay)

In den nächsten Wochen empfiehlt es sich, Speiserhabarber (Rheum barbarum) nochmal so richtig zu genießen. Er bietet uns Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Ab dem 21. Juni sollten wir dann darauf verzichten. Denn je später die knackigen Stängel geerntet werden, desto mehr giftige Oxalsäure enthalten sie. Außerdem bleibt dem Staudengewächs aus der Familie der Knöteriche so ausreichend Zeit, um wichtige Reservestoffe zum Überwintern einzulagern. Die hochwachsenden Stängel stehen jetzt in vielen Gärten in einer Gruppe nah beieinander und entfalten ihre großen Blätter. Letztere sollten Sie vor der Verwendung am besten gleich entfernen, weil sie Oxalsäure enthalten. Diese steckt auch in der Schale, weshalb wir die Stängel zunächst schälen müssen und Rhabarber auch nicht roh verzehren sollten. Vom Geschmack her sind die grünen Stängel saurer, die roten hingegen verwöhnen uns mit duftigem Himbeeraroma. Rhabarber lässt sich sehr gut mit Milch und Milchprodukten kombinieren, da das in der Milch enthaltene Kalzium einen Teil der Oxalsäure bindet und der Körper sie in dieser Form nicht aufnimmt.

Als Heilpflanze findet die getrocknete Wurzel des Medizinrhabarbers (Rheum palmatum) und des Chinesischen Rhabarbers (Rheum officinale) Anwendung. Kurmäßig etwa in Form von Rhabarbertee bei Verstopfung. Aus dem südlichen Sibirien stammt der Rhapontikrhabarber (Rheum rhaponticum), dessen Hauptwirkstoff Rhaponticin östrogenartig wirkt. Mehr dazu in NaturApotheke 03/2019.

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