Die Kornelkirsche: Früher Frühlingszauber

Die Kornelkirsche blüht schon im März/April. (Bild: Pixabay / manfredrichter)

Vor meinem Küchenfenster steht ein Kornelkirschenstrauch und zu meiner großen Freude fängt er nach der Winterpause nun wieder an auszutreiben. Das Leben rührt sich in dem alten Gewächs und in wenigen Wochen wird es voll in Blüte stehen – noch vor den Forsythien.

In diesen Tagen ist es gerade grau und regnerisch draußen, so nutze ich die Zeit, um den Frühling schon etwas herbeizuträumen, schmökere in älteren Ausgaben der NaturApotheke und will mehr über die Kornelkirsche in Erfahrung bringen.

Mit der frühen Blüte ist der Kornelkirschenstrauch ein wertvoller Nahrungslieferant für Insekten. Und aus Baden kommt beispielsweise der Brauch des „Küchlestrußes“. Dabei wurden dünne Blütenzweige der Kornelkirsche in Teig getaucht und dann in heißem Fett frittiert. Im 19. Jahrhundert schätzte man wohlschmeckenden Tee aus getrockneten, jungen Blättern der Kornelkirsche, vermischt mit jungen Blättern der Sauerkirsche und wilden Erdbeere. Die Früchte der Kornelkirsche sind reich an Vitamin C. Ob roh oder gekocht verzehrt, stärken sie das Verdauungssystem nachhaltig.Weitere Einsatzgebiete in der Volksheilkunde sind etwa Magen-Darm-Beschwerden, Glutenunverträglichkeit oder der Schutz der Schleimhäute und Blutgefäße. Mehr dazu siehe NaturApotheke 4/2019, Seite 62. Dankbar und voller Vorfreude schau ich wieder auf den alten Kornelkirschenstrauch vor dem Fenster und hab den grauen Tag und seine Tristesse ganz vergessen.

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