So füttern Sie Ihren Hund natürlich und gesund

So füttern Sie Ihren Hund natürlich und gesund
So füttern Sie Ihren Hund natürlich und gesund (Bild: Pixabay)

Für die menschliche Gesundheit gilt der Spruch: „Der Mensch ist, was er isst.“ Gleiches kann man auch auf das Haustier übertragen. Je besser und je artgerechter wir unseren Hund ernähren, desto besser wird langfristig sein Gesundheitszustand sein. Aber was macht gutes Futter aus? Sind Futterzusätze notwendig und wenn ja, welche? Unsere Tier-Spezialistin Sabine Helbig weiß Rat.

Unsere Vierbeiner haben häufig die gleichen Probleme wie wir: Bewegungsmangel, zu viel und zu schlechte Nahrung. Hin­zu kommt manchmal die nicht artge­rechte Haltung, die beim Hund, von uns oft unbemerkt, Stress auslöst. Grundsätzlich ist der Hund ein Fleisch­fresser. Dabei ist es nicht wichtig, dass er immer die besten Stücke bekommt. Seine Mikroflora für die Verdauung ist auch auf Aas ausgerichtet und auf Teile wie Sehnen, Knorpel und Knochen, die wir meist auf dem Teller zurücklassen. Wer einen Jagdhundbesitzer kennt, der weiß, dass Innereien eine besonders le­ckere Belohnung Hunde sind.

Wichtig: Wenn Sie Rohfleisch füttern, sollten Sie bei Hunden auf Schweinefleisch verzichten, denn es kann das Aujeszky-Virus übertragen, das unter Umständen eine tödliche Erkrankung des Nervensystems auslöst, die Pseudo-Tollwut. Zudem kann rohes Schweinefleisch gefährliche Bakterien wie Salmonellen oder Trichinen enthalten.

Was gutes Futter ausmacht

Unser Alltag lässt die Frischfleischfüt­terung meist nicht zu. Wer Trockenfut­ter wählt, sollte auf den Fleischanteil achten. Qualitativ hochwertige Tier­futter erkennen Sie an einem Min­destanteil von 50–70% Frischfleisch und Innereien. Tiermehl sollte dabei einen untergeordneten Platz einneh­men oder ganz fehlen. Am besten ist es, auch bei Tierfutter auf Konser­vierungsstoffe, Farbstoffe sowie Ge­schmacksverstärker zu verzichten. Ein weiterer Anteil sollte aus Gemüse bestehen. Auch Kräuter und Blüten dürfen enthalten sein. Sicher haben Sie Ihren vierbeinigen Freund auch schon mal an der einen oder anderen Pflanze knabbern sehen. Achten Sie darauf, dass Inhaltsstoffe vom Hersteller so verarbeitet wurden, dass Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflan­zenstoffe bei der Verarbeitung erhalten bleiben, etwa durch Gefriertrocknung. Der Hund ist mit seinem Stoffwechsel genauso wie wir darauf angewiesen. Wurde bei der Verarbeitung alles rich­tig gemacht, braucht das Tier keine Futterzusätze.

Tipp: Für ein gelegentliches Ei, einen Esslöffel gutes Öl (Nachtkerze beispielsweise) und ein wenig Quark oder Joghurt ist Ihr Hund sicher dankbar. Das lässt sich auch im Arbeitsalltag umsetzen.

Trocken- oder Nassfutter für Hunde

Auch beim Nassfutter entscheidet die Zusammensetzung. Von Vorteil ist ganz klar die schon im Essen enthalte­ne Menge Flüssigkeit. Bei Trockenfut­ter müssen Sie darauf achten, Ihrem Vierbeiner ausreichend Wasser zur Verfügung zu stellen. Es enthält durch­schnittlich nur rund 5 % Wasseranteil, während Nassfutter durchschnittlich 70 % Wasser enthält. In der Regel ist auch der Fleischanteil höher als bei Trockenfutter.

Achten Sie bei beiden Futterarten dar­auf, dass es sich beim tierischen Anteil nicht ausschließlich um Tiermehl oder hydrolysierte Proteine handelt. Das käme beim Menschen einer aus­ schließlichen Ernährung über Sport­lernahrung oder Eiweißriegel gleich.

Tipp: Knochen halten nicht nur das Gebiss und die Kaumuskeln gesund, sondern sind eine wichtige Mineralstoffquelle für Hunde. Deshalb sind richtige Knochen den Kauknochen aus Rinderhaut vorzuziehen, die allenfalls eine schöne Beschäftigung für den Hund darstellen. Aber auch die ist ja wichtig! Ein Übermaß von Kauknochen kann jedoch zu Verdauungsproblemen führen.

Was heißt Bio bei Hundefutter?

Biofutter besteht aus zertifizierten biologischen Rohstoffen und Biofleisch. Es ist frei von Gentechnik, künstlichen Aromen sowie Farb- und Konservierungsstoffen und wird besonders schonend und nährstofferhaltend verarbeitet. Zumeist verwenden die Hersteller auch kein Fleisch aus Massentierhaltung.

Trockenfutter stellt bereits in kleinen Mengen viel Energie bereit, was zu ei­ ner schleichenden Gewichtszunahme führt, wenn nicht genau dosiert wird. Von Vorteil sind der niedrigere Preis im Vergleich zu Nassfutter und weni­ ger Verpackungsmüll – vor allem wenn man große Packungen bestellt.

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