Gesunde Nascherei: die Kornelkirsche

Kornelkirschen
Kornelkirschen (Bild: Pixabay)

Schon Hildegard von Bingen schätzte die Kornelkirsche bei Magen- und Darmbeschwerden.

Die Kornelkirsche gehört eigentlich gar nicht zu den Kirschen, sondern zu den Hartriegelgewächsen. Nomen est omen – ihr Holz ist das härteste, das in Europa zu finden ist. Doch auch, wenn ihre tiefroten Früchte, die Kornellen, nicht mit Kirschen verwandt sind, erinnern sie geschmacklich an Sauerkirschen. Sie werden gerne genascht, wenn sie richtig reif sind und fast von selbst vom Strauch fallen. Auch Haselmäuse, Hummeln und Vögel schätzen ihr Aroma und kümmern sich gerne um jene Exemplare, die nicht von Menschenhand geerntet werden. Die Früchte der Kornelkirsche finden heutzutage vorwiegend in der Küche Verwendung. Als Sirup, in Desserts oder als Konfitüre, vor allem kombiniert mit säurearmen Früchten, sorgt sie für einen wunderbaren Geschmack. Die Österreicher zaubern aus den wertvollen Kornellen sogar Hochprozentiges: Der „Dirndlschnaps“ ist dort eine echte Spezialität. Getrocknet ist die Kornelkirsche ein guter Vitamin-C-Lieferant für die kalte Jahreszeit. 

Aus naturheilkundlicher Sicht ist diese Pflanze ebenfalls ein wertvoller Weggefährte mit entzündungshemmenden und stopfenden Eigenschaften. Hildegard von Bingen beispielsweise empfahl die Früchte der Kornelkirsche gegen Magen- und Darmbeschwerden und setzte auch die Rinde und die Blätter ein. Ein Tee daraus soll gegen Fieber und Kopfschmerzen helfen, ebenso der Kornellensaft. 

Rezept: Kornelkirschensaft 

Etwa 1 kg Kornelkirschen eine halbe Stunde in zwei Litern Wasser kochen, durch ein Sieb gießen und den Saft aus- drücken. Anschließend mit etwa 200 g Zucker süßen und in Flaschen abfüllen. Wegen der kurzen Haltbarkeit sollte der Kornelkirschensaft rasch verbraucht werden. 

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