Das Wundkraut echte Goldrute

Die echte Goldrute blüht gelb mit vielen 1–2 cm breiten Körbchen und wird bis etwa einen Meter hoch. Sie wächst bevorzugt in Kiefernwäldern und auf Heiden. Im 16. Jahr­ hundert wurde die Pflanze als Wundkraut und bei inneren Verletzungen angewendet. Berichtet wird, dass Martin Luther sich selbst mit der Goldrute behandelte.

Goldrute bei Blasen- und Nierenleiden

Da die echte Goldrute selten zu finden ist, greifen wir auf Kräuter aus biologischem Anbau zurück. Die Goldrute ist eine der wichtigsten Blasen-­ und Nierenheilpflanzen. Sie ist gut erforscht und überzeugt mit vielen komplex zusammen­ wirkenden Inhaltsstoffen. Im Handel können wir auf Fertig­ präparate zurückgreifen. Wir verwenden die Goldrute
gerne als Teemischung, die speziell nach Beschwerdebild zusammengestellt wird. Die Wirkstoffe der Goldrute begünstigen die Anregung der Nierentätigkeit sowie eine vermehrte Harnausscheidung. Außerdem wirkt sie antientzündlich, antibakteriell und vor allem krampflösend und schmerzlindernd. Damit eignet sie sich vorzüglich bei allen Harnwegsinfekten mit und ohne Nierenbeteiligung. Blasenentzündungen treten oft plötzlich auf und sind unter Umständen sehr schmerzhaft. Daher ist es ratsam, immer einen Vorrat des Krauts zu haben, damit man es im Notfall schnell zur Hand hat. Bei einer Neigung zu Nierensteinen
wirkt die Goldrute vorbeugend. Sie ist allgemein sehr gut verträglich. Patienten mit Ödemen durch eingeschränkte Herz­ oder Nierentätigkeit dürfen die Goldrute nicht anwenden.

Rezept: Goldrutentee gegen Reizblase

Zutaten: je 25 Gramm Kamillenblüten, Löwenzahnkraut, Goldrutenkraut und Johanniskraut

Goldrutentee wird in der Regel aus getrockneten Pflanzen her­ gestellt. Die Goldrute lässt sich gut mit anderen Heilpflanzen kombinieren wie in dieser Mischung gegen Reizblase. Mit die­ser Mischung dreimal täglich eine Tasse Tee zubereiten und schluckweise trinken.

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