Lichtbringer Möhre – kräftigend und beruhigend

Mit den weißen, gelben, roten und violetten Möhren sind auch sehr gesunde ältere Sorten wieder im Kommen. (Bild: Pixabay)

Die Möhre oder Karotte zählt zu den beliebtesten und ältesten Wurzelgemüsen. Auch als Heilmittel wurde sie seit alters her angewendet.

Die ursprüngliche Heimat der Möhre ist nicht bekannt. Schon früh kultiviert wurde sie in Zentralasien, im Mittelmeerraum und in Nordeuropa. Rot-violette und gelbe Möhren kamen im 12. Jhd. aus dem heutigen Iran zunächst nach Spanien und Italien. Die leuchtend orangefarbene Möhre (Daucus carota subsp. sativus), die wir kennen, wurde im 17. Jhd. in den Niederlanden kultiviert, sie verbreitete sich schnell.

Zur Pflanze

Die Möhre gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae) und ist weit verbreitet. Möhren sind zweijährige Pflanzen, die im ersten Jahr eine Blattrosette und eine Pfahlwurzel ausbilden. Diese hat eine dicke Rinde und ein dünnes, helleres Mark (Herz) in der Mitte, das weniger reich an Nähr- und Aromastoffen ist als die Rinde. Die Pflanzen werden bis zu 1,20 Meter hoch und haben zwei- bis dreifach gefiederte, längliche Blätter. Im zweiten Jahr bildet die Pflanze Blüten aus, die sich aus weißen, vielblütigen Köpfchen zusammensetzen.
Während der Samenreife zieht sich die Dolde wie ein Vogelnest zusammen. Die kleinen, stachelig-borstigen Samen verbreiten sich, indem sie am Fell vorüberkommender Tiere oder an der Kleidung von Menschen anhaften.
Die Haupterntezeit erstreckt sich von Juni bis November. Frühmöhren kommen meist als Bundmöhren mit Grün, später geerntete Möhren gewaschen und ohne Grün.

Altes Heilwissen

Bereits in der Antike wurde die weißliche, faserige Wurzel verzehrt, doch fand die Möhre besonders als Heilmittel Anwendung. So ist die Möhre etwa nach Matthiolus‘ Beschreibung (1563) förderlich für den Magen, wirkt appetit- und harnanregend und als Aphrodisiakum.
Das zerriebene frische Kraut wurde beispielsweise mit Honig vermengt zur Wundbehandlung eingesetzt.
Wichtig: Keine Anwendungen mit Möhrensamen in der Schwangerschaft!

Gesunde Inhaltsstoffe

Das gesunde Gemüse ist reich an wertvollen Inhaltssoffen wie u. a. Provitamin A, Vitamin C, B-Vitaminen, Flavonoiden und ätherischem Öl. Es versorgt uns mit Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium, Eisen,
Zink und Ballaststoffen. Besonders auch in der lichtarmen Zeit wirkt die Möhre stimmungsaufhellend. Möhren sind zwar kein Wundermittel für unsere Augen, beugen aber einem Vitamin-A-Mangel vor. Sie machen wacher und stärken unsere Abwehr. Die enthaltenen Carotinoide wirken antioxidativ, entzündungshemmend und schützen uns vor freien Radikalen.

Anwendungstipp zum Vorbeugen und bei grippalen Infekten

Karottensaft wirkt kühlend und entgiftend.

200 ml Karottensaft mit etwas Zitronen- oder Limonensaft und einem Spritzer Bioöl mischen, täglich trinken.

Anwendungstipp bei Sodbrennen

Gegen Sodbrennen ¼ Liter Karottensaft mit einem Spritzer Bioöl vor dem Essen langsam trinken.

Möhren aufbewahren

Junge Karotten im Bund sollten Sie möglichst schnell verbrauchen.

Im Kühlschrank nicht länger als zehn Tage. Das Kraut zum Lagern abschneiden. In feuchten Sand gesteckt, lassen sich Möhren einige Wochen lagern.

TIPP: Täglich 2 Karotten essen, lautet die Empfehlung. Obst und Gemüse in verschiedenen Farben essen, ist nicht nur gesund, sondern kann auch helfen, depressive Verstimmungen zu mindern.

Mehr Infos, Tipps und Rezepte zur Möhre und zu vielen weiteren spannenden Themen zu Heilpflanzen, Gesundheit und Ernährung finden Sie in der neuen NaturApotheke.

 

geschrieben von
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